Willkommen bei Surfen Frankreich. Bei uns findet ihr Informationen rund ums Surfen und Wellenreiten in Frankreich!

Surfregionen

In Frankreich kann man nicht bloß am Atlantik Surfen, auch das Mittelmeer oder die Insel Korsika bieten zu gewissen Zeiten gut laufende Surfspots an. Generell bekommt die mittlere und untere Atlantikküste am konstantesten Wellen ab und man kann hier das ganze Jahr über surfen. Die nördliche Bretagne und die Normandie hingegen werden von Großbritannien abgedeckt und da die Haupt-Swellrichtung Nordwest ist, mangelt es hier oben teilweise an Wellen. Am besten ist man zum Surfen in Frankreich also zwischen Brest und Hendaye (an der spanischen Grenze) aufgehoben und das sind immerhin über 1000 km an surfbarer Küste.

Dem Stormriders Guide folgend, stellen wir hier peu à peu die einzelnen Surfregionen vor.

Ärmelkanal/NormandieSurfen in Frankreich ist pures Gold

Auch wenn hier, aufgrund der Abdeckung durch Großbritannien nicht immer Wellen ankommen, bietet der Ärmelkanal einige interessante Surfspots. Während im Sommer meist Badewanne angesagt ist, findet man zwischen November und April durchaus schöne Tage zum Wellenreiten. Die Wellen sind im Kanal nicht so kraftvoll wie am offenen Atlantik und von Deutschland und Paris aus am schnellsten zu erreichen. Das durch den Golfstrom geprägte Kanalklima ist das ganze Jahr über verhältnismäßig mild.

Beliebte Surfspots am Ärmelkanal

Calais - Neben dem Jetty oder Fährwellen surfen ist hier angesagt.

Wissant - Langer Beachbreak, der leichte Südwinde liebt.

Cap Gris-Nez - Einer der besten Spots der Region, gut vom Cliff aus einsehbar und hält 3 Meter hohe Wellen.

Wimereux - Reefbreak am Pointe des Oies, der viel Swell anzieht.

Dieppe - Bei Hightide bricht östlich vom Fährhafen eine Welle, die vor Westwind geschützt ist. Fährwellen nicht vergessen.

Pourville - Diverse Peaks westlich der Flussmündung.

Etretat - Berühmtester Surfspot der Region, hauptsächlich Lefts.

Trouville - Keine besonders gute Wasserqualität, diverse Peaks und bei Hightide eine kraftvolle Welle vor dem Aquarium.

Collignon - Ein großer SW-NW Swell bringt eine schicke Left zum Leben.

Siouville - 15 km Strand, die kontinuierlich Wellen anziehen. 

Hatainville - Beachbreaks für Anfänger und Fortgeschrittene.

BretagneFrankreich ist ein Paradies für Surfer

Die westlichste Region Frankreichs streckt sich in alle nur erdenklichen Swellrichtungen aus und ist geprägt von starken Tidenunterschieden und kaltem Wasser von selbst im Hochsommer nur 16 Grad. Verwinkelte Steilküsten aber auch geschützte Buchten mit Sandstränden prägen das abwechslungsreiche Bild der Surfregion. Die beste Zeit zum Surfen ist hier der noch relativ warme Herbst, wobei sich auch im Sommer an ausgesuchten Stellen Wellen finden lassen.

Beliebte Surfspots der Bretagne

Cap Fréhel - Diverse Surfoptionen, oft überbevölkert. Wegen des Crowd-Faktors auch "Cap Carnival" genannt. 

Trestaou - Ein hohler Beachbreak in der Stadt und bei großem Swell ein laufendes Außenriff.

Weitere Spotbeschreibungen sind in Arbeit...

Das Meer in Frankreich

Einmal abgesehen vom weniger häufig konstant surfbare Wellen hervorbringenden Mittelmeer ist der Atlantik die prädestinierte Surfdestination in Frankreich. Neben Portugal bietet Frankreich die qualitativ hochwertigsten Wellen in Europa und erfreut sich vor allem während der Sommer- und Herbstmonate großer Popularität bei Surfanfängern wie auch erfahrenen Surfern. Die Atlantikküste bietet eine Vielfalt von Wellenreit-Spots, die sich über langgestreckte Beachbreaks mit hervorragenden Sandbänken bis hin zu Reefbreaks von erster Güte erstrecken. Vor allem die „Landes“-Küste mit ihren endlosen Sandstränden und das angrenzende Baskenland, welches jedes Surferherz durch seine Pointbreaks unter zerklüfteten Felsklippen höher schlagen lässt, laden zu unvergesslichen Surftrips ein. Doch auch die raue Bretagne oder die liebliche Insel Korsika sind unter Surfern äußerst begehrte und weniger überlaufene Alternativen.

Swell, Wind & Co

Der dominante Swell des Atlantiks kommt aus nord- oder südwestlicher Richtung und erreicht den Golf von Biscaya oft nach einer langen Reise durch die Weiten des Nordatlantiks. Die sich auf dieser Reise mit Energie aufladenden Wellen bauen sich am Kontinentalschelf vor Frankreichs Küste auf uns brechen schließlich, aus tiefem Wasser kommend, vor den geomorphologisch einzigartigen und sich beständig wandelnden Küstenformationen des Landes.

Je nach Jahreszeit, dominiert die ein oder andere Swellrichtung, schlägt sich der Golfstrom in mehr oder weniger warmen Wassertemperaturen nieder oder beeinflussen sanfte bis äußerst starke Winde aus unterschiedlichen Richtungen das Ausfallen der Surfbedingungen.

Generell sind für das Wellenreiten Swellrichtung und –größe, Windrichtung und –stärke, die Gezeiten und die Beschaffenheit von Küste und Untergrund entscheidende Faktoren. Das Zusammenspiel dieser Elemente kann von äußerster Wichtigkeit für die Qualität der Surfbedingungen sein.

Die Jahreszeiten

Generell profitiert der Südwesten Frankreichs von den wärmsten Wassertemperaturen des europäischen Atlantiks, denn anders als die iberische Halbinsel wird die Küste nicht von der kalten, nach Süden tendierenden kanarischen Strömung betroffen.

Das Frühjahr

Der Beginn des Frühjahrs sieht sich an Frankreichs Küsten oft noch vom harschen Winterswell und häufigen Stürmen gekennzeichnet. Das Wasser ist frisch bis kalt (die Monate Februar und März haben die kältesten Wassertemperaturen) und neben vereinzelten sonnigen Tagen kommt es noch recht häufig zu lang anhaltendem Regen. Wenn es die Franzosen dann aber spätestens gegen Ostern an ihre Strände zieht, ist das Wasser zwar noch kühl, doch die Tage mit herrlichem Sonnenschein und weniger Wind beginnen, sich zu häufen. Jetzt ist im Wasser noch reichlich Platz und man kann schon erste Sommersprossen sammeln.

Der Sommer

Schon die Worte „Sommer in Frankreich“ klingen warm in den Ohren und tatsächlich mangelt es dem weltweit nicht umsonst beliebtesten Urlaubslandland nicht an Wohlfühlwetter zur Ferienzeit. Die Wassertemberaturen erreichen bis zu 24 Grad, wobei sich der Durschnitt eher bei 21 Grad hält. Ein gängiges Phänomen sind vor allem im Sommer die thermischen Winde, welche am frühen Morgen und späten Abend die fürs Surfen perfekten Offshore-Bedingungen erzeugen. Im Tagesverlauf kommt während der warmen Sommermonate oft eine für Strandbesucher angenehme, für gute Surfbedingungen aber weniger geeignete Meeresbrise auf. Dieser „Onshore“-Wind kann schon mal die Formation tendenziell hervorragend formierter Wellen durch seine auflandige Ausrichtung verblasen. Generell regnet es im Sommer und Herbst wesentlich weniger als im Winter oder Frühjahr und Surfanfänger erfreuen sich häufig über einen nicht allzu gewaltigen Swell.

Der Herbst

Mit dem Herbst beginnt die bei Surfern in Frankreich beliebteste Jahreszeit. Die Stürme sind gering, Licht, Luft und Wasser sind noch von den goldenen Sommermonaten erwärmt und die ersten Anzeichen weit draußen auf dem Atlantik einsetzender Stürme zeichnen die hervorragenden Swellbedingungen des Frühherbstes aus. Jetzt ist die Zeit der Surfcontests und legendären Wellenritte. Der Herbst ist tatsächlich die Jahreszeit, die Frankreich mit den hochwertigsten Wellen beschert. Während sich die Wassertemperaturen bis in den Oktober hinein noch auf angenehmen 19 Grad halten können, beginnen sie im November deutlich zu sinken und mit Beginn des Winters auf bis zu 15 Grad zu fallen. Nun ist der Winter deutlich eingeleitet und spätestens im Dezember sollte man im Wasser Booties tragen.

Der Winter

Surfen im Winter hat in Frankreich den großen Vorteil, dass die Strände absolut leer sind. Nur wenige Menschen wagen sich in den kalten, von Stürmen aufgepeitschten Atlantik. Besonders die langen Strände der „Landes“-Region, welche geographisch keinerlei Abdeckung vom Atlantikswell haben, sind der rauen See voll ausgesetzt. Die verwundenen Buchten des Baskenlandes hingegen erwachen in den Wintermonaten erst zu ihrem eigentlichen Leben. Die Reefbreaks halten gewaltigem Groundswell mit hohen Perioden Stand und bilden die größten und perfekt geformtesten Wellen Europas aus. In der etwas kälteren Bretagne und Normandie kann sich das Surfen im Winter ebenfalls lohnen, denn die Surfspots sind teilweise abgedeckt und bekommen nicht die volle Wucht des atlantischen Ozeans ab.

Gefahren

Die größte Gefahr an französischen Atlantikstränden besteht darin, Strömungen zu unterschätzen. Die Westküste ist dem Einfluss des Atlantiks unmittelbar ausgesetzt, so dass gewaltige Wassermassen nicht bloß wenn es stürmt mit der geballten Kraft aus dem offenen Meer an den Strand rollen. Das anbrandende Wasser sucht sich, nachdem es seine Kraft in der brechenden Welle entladen hat, stets seinen Weg zurück ins Meer und der hierbei entstehende Sog kann enorm stark ausfallen. Strömungen verlaufen häufig nicht direkt hinaus aufs offene Meer, sondern seitlich entlang von Sandbänken, die man mit dem bloßen Auge oft gar nicht erkennt. Baden sollte man an den Stränden der Atlantikküste deshalb auch wirklich nur in den bewachten Badezonen – oder man nimmt sich eben ein Surfbrett als Auftriebskörper mit ins Wasser.

Tipp: Surfer nutzen Strömungen, um schneller hinter die brechenden Wellen zu gelangen. Eine Strömung kann also nicht nur gefährlich, sondern auch sehr nützlich sein. Im Nu kann man sich, mit dem Surfbrett paddelnd, durch einen Strömungskanal hinaus ins sogenannte Line-up ziehen lassen.

Ach der sogenannte Shorebreak stellt an manchen Stränden eine Gefahr für unerfahrene Schwimmer und Surfer dar. Unter Shorebreak versteht man eine Welle, die sich erst kurz vor dem Sandbereich des Strandes zum Brechen aufbaut und ihre gesamte Kraft direkt auf den Strand entleert. Hier kann man als Badender schnell am eigenen Leib erfahren, wie hart Sand sein kann.

Zwar muss man in Frankreich nicht mit einem Haiangriff rechnen, doch anderen ebenfalls nicht eben angenehmen Tieren kann man im Wasser schon mal begegnen. Ab und zu treibt es Quallen in die Küstenregionen, gegen welche man sich am besten durch das Tragen eines Wetsuits schützt.

Tipp: Bei Kontakt mit Quallen sollte man die verbrannte Hautpartie möglichst schnell mit Essig reinigen, dies mindert den Schmerz und verringert die Brandnarbe.

Wer Pech hat, kann auch schon mal in ein „Petermännchen“ treten, einen Fisch, der sich im Wasser unter dem Sand vergräbt und dessen Stacheln ein Eiweißgift absondern. Gegen eine solche, recht schmerzhafte Begegnung hilft am besten das Erhitzen der Einstichstelle. Gewöhnlich geben sich die Schmerzen nach einer Stunde wieder, doch bei Tiergift-Allergikern ist hier große Vorsicht geboten.

Tipp: Zum Erwärmen eines Petermännchen-Stiches reicht an sehr warmen, sonnigen Tagen der heiße Sand oder ein von der Sonne erhitzter Stein. Falls es wolkig ist, kann man den oberen Teil eines Feuerzeuges erhitzen und auf die Wunde halten. Bitte aber nicht die offene Flamme an die Wunde halten, sonst gibt es noch eine Verbrennung zusätzlich.

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